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Der Kongo und die Gründung des Kongostaates.

Arbeit und Forschung

Von

Henry Morton Stanley ( John Rowlands )1841 -1904

Vorrede

Ein weiser Engländer hat gesagt, reine Impulse und edle Zwecke seien häufiger durch den Teufel unter dem Namen Donquixoterie als durch irgendeine andere verdächtigende und hemmende Phrase durchkreuzt worden. Im Jahre 1878 ist mir dieses Wort verschiedentlich, besonders von Manchester aus, entgegengeschleudert worden. Wenn ich über die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs eines in verständiger Weise geleiteten Unternehmens in Afrika einen Vortrag oder eine Vorlesung hielt oder einen Brief schrieb, pflegten mich Manchester -Zeitungsredakteure oder Manchester -Kaufleute fast beständig damit zu verhöhnen, dass ich ein „Träumer", ein „abenteuerlicher Journalist", oder ein blosser „Zeilen schreiber" sei.

Ich hadere nicht mit den Phrasen selbst, wohl aber beklage ich den Gebrauch, welcher mit denselben gemacht worden ist. Der Vorwurf der Donquixoterie, welcher gegen meine Mission erhoben worden ist, hat viele edle Männer in Manchester davon abgeschreckt, die Frage neuer Märkte zu studieren, und ungerechterweise ihre Vorurteile gegen Afrika und afrikanische Projekte verstärkt.

Im „Daily Telegraph" vom 12. November 1877 wurden die folgenden Worte von mir veröffentlicht; sie werden zum wenigsten den Bestand meiner eigenen Ansichten beweisen:

Ich bin überzeugt, dass die Frage dieser mächtigen Wasserstrasse mit der Zeit eine politische werden wird. Bis jetzt scheint jedoch keine europäische Macht das Recht der Kontrolle nachgewiesen zu haben. Portugal beansprucht dasselbe, weil es die Mündung entdeckt hat; allein die Grossmächte — England, Amerika und Frankreich — weigern sich, diese Rechte anzuerkennen. Fürchtete ich nicht, das Interesse, welches Sie vielleicht an Afrika oder diesem grossartigen Strome nehmen, durch die Länge meiner Briefe zu dämpfen, ich könnte Ihnen sehr starke Gründe vorführen, weshalb es eine politische Tat wäre, diese wichtige Frage sofort zu erledigen. Ich könnte Ihnen nachweisen, dass diejenige Macht, welche den Kongo besitzt, trotz seiner Wasserfälle den Handel des ganzen dahinterliegenden ungeheuern Beckens an sich ziehen würde. Dieser Fluss ist und wird auch in Zukunft die grosse Handelsstrasse nach dem westlichen Zentralafrika sein."

Auch Gambetta, der grosse französische Staatsmann, sprach im Juli 1878 eine Prophezeiung aus, welche sich seitdem bewahrheitet hat:

Sie haben das Licht des Wissens über ein Land ausgebreitet, welches Sie so passend als den Dunkeln Weltteil geschildert haben. Sie haben nicht nur einen neuen Kontinent unserm Blick erschlossen, sondern auch zu wissenschaftlichen und philanthropischen Unternehmungen eine Anregung gegeben, welche eine wesentliche Wirkung auf den Fortschritt der Welt haben wird. Es zeigt sich dies nicht nur in dem Vorgehen von Privatpersonen. Was Sie getan haben, hat Regierungen — die sprichwörtlich so schwer in Bewegung zu setzen sind — beeinflusst, und der Impuls, welchen Sie ihnen gegeben haben, wird nach meiner Überzeugung von Jahr zu Jahr wachsen."

Neben dem Wirken der Internationalen Assoziation, über welches diese Bände berichten, haben die englischen Baptisten das Banner des Friedens den Kongo aufwärts bis jenseits des Äquators getragen; und die amerikanischen Baptisten, welche die von der Livingstone-Kongo-Mission begonnene Arbeit wieder aufnahmen, setzen das Zivilisationswerk Seite an Seite mit ihren englischen Brüdern fort. Londoner und Kirchen-Missions-Gesellschaften haben ihre christlichen Flaggen am Victoria- und am Tanganjika-See aufgepflanzt. Die Afrikanische See-Gesellschaft und die Freie Kirche von Schottland sind am Njassa-See ernstlich an der Arbeit und dringen zum Tanganjika-See vor. Serpa Pinto und Wissmann zogen quer durch Afrika; Ivens und Capello haben östlich von Angola bemerkenswerte Reisen ausgeführt. Herr de Brazza hat Frankreich ein westafrikanisches Reich gegeben; Deutschland hat das Feld kolonialer Unternehmungen betreten und das ganze Land in Südwestafrika zwischen Cap Frio und den britischen südafrikanischen Kolonien, das Kamerungebiet und eine fruchtbare Provinz in Ostafrika annektiert; Italien hat sich einen Landstrich am Roten Meer, Grossbritannien das Nigerdelta angeeignet, und Portugal besitzt jetzt 700000 Quadratmeilen afrikanisches Gebiet. So hat sich die von Gambetta geäusserte Überzeugung verwirklicht.

Und noch ist das Ende nicht erreicht. Binnen kurzem wird die Zeit kommen, wo grossartige faits accomplis bekannt werden. Der Impuls pocht noch und durchdringt Europa. Dieses Buch wird dazu beitragen, das Fieber eher zu befördern, als es zu beschwichtigen. Es wird in acht verschiedenen Sprachen gedruckt und die Schilderung von Unternehmungslust und von Tätigkeit wird, so hoffe ich, manchen von den 325 Millionen Bewohnern Europas an treiben, sich aufzuraffen und zu handeln.

Die Welt hat genug von dem Altweibergeschwätz über das „fürchterliche Klima", über „Donquixoterie" und alle derartigen Phantasien furchtsamer und schwacher Gemüter gehört. Hunderte von unerfahrenen europäischen Jünglingen sind bis ins Herz des „mörderischen Kontinents" vorgeschoben worden, und je weiter landeinwärts wir sie schickten, desto kräftiger an Körper wurden sie. Es kommt jetzt nicht darauf an, was interessierte Händler, selbstsüchtige Publizisten, engherzige, anmaßende Kaufleute oder entlassene, Agenten von den Gefahren dieses Klimas sagen. Wir haben das selbe sechs Jahre lang gründlich erprobt. Es herrscht im Kohlenbecken, selbst in seinem gegenwärtigen unfertigen Zustande, um die Hälfte weniger Krankheit, als in den Niederungen von Arkansas, eines Staates, welcher seine Bevölkerung in den letzten 25 Jahren verdoppelt hat.

Bei allen meinen Wünschen, Afrika zu dienen, will ich dies indess nicht auf Kosten der Wahrheit tun. Ich höre von Gesellschaften, welche zur Ausbeutung von West- und Ostafrika gegründet werden. Was Westafrika anlangt, so muss ich sagen, dass fast jeder empfehlenswerte Punkt, welcher Unternehmungen bezahlt zu machen verhiess, bereits okkupiert worden ist. Die Küste ist schliesslich nur eine schmale Linie. Der untere Lauf des Kuanza, Kongo,, Tschiloango, Kuilu, Ogowe, Muni, Kamerun, der Ölflüsse, des Niger, Rohquelle, Gambia und Senegal sind mit Faktoreien versehen, während die dazwischenliegenden Küstenstrecken ziemlich dicht mit Handelsniederlassungen übersät sind. Ich weiss keine einzige Firma, welche beim Einkauf der einheimischen Produkte der Unterstützung bedarf. Am Kongo haben wir die grosse Holländische Gesellschaft, die Firmen Hatten & Cookson, und Daumas, Beraud & Co., die ihren Weg bis zum Fuss der Katarakte verfolgt haben; am Niger hat sich die Nationale Afrikanische Compagnie fest niedergelassen. Neue Gesellschaften, welche diese Etablissements beim Einkauf der einheimischen Produkte zu überbieten versuchen wollten, würden sich schwere Zeiten und höchst wahrscheinlich pecuniäre Verluste schaffen

An der Ostküste ist nur wenig kaum für den Europäer, da er kaum mit dem genügsamen Araber, Hindu und Banjanen konkurrieren kann, mag er noch so wirtschaftlich und unternehmend sein. Es bleiben nur die grossen Flussbecken für die kaufmännische Ausbeutung übrig; die wichtigsten derselben sind diejenigen des Kongo, Nil, Niger und Schari. Diese aber erfordern Eisenbahnen, um ihre oberen Becken mit dem Meere zu verbinden. Solange solche nicht gebaut sind, ist die Annahme nutzlos, dass sich ein lohnender Handel er zielen lasse. Der Wert des Handels an den Flussufern, welcher durch diese Eisenbahnen erschlossen werden würde, lässt sich am besten aus folgender Zusammenstellung ersehen:

  Eisenbahn Flussufer
engl. Meil.
engl. Meil.
Kongo, von Vivi nach Stanley-Pool .
147
10800
Nil, von Suakim nach Berber . . .
280
5600
Niger, oberhalb Rabba nach Komba
250
4400
Schari und Tschad -See, von Ribago
nach Mogolo
150
1800
Zusammen
827
22600

Das Anlagekapital, zu 4000 Pfd. St. = 80000 Mark* per engl. Meile berechnet, in welchem Betrage selbstverständlich
* Diese Ziffern sind natürlich nur zum Zwecke der Demonstration angenommen; die Herstellungskosten der Meile Bahnlänge können sich höher oder niedriger stellen.

 

Arbeitslöhne, Schienen und Wagenpark für jede Bahn in begriffen sind, würde sich wie folgt stellen:

 
Pfd.St.
=
Mark
Kongo, Eisenbahn und Dampfer ....
600000
=
23200000
Nil, Eisenbahn und Dampfer ....
1160000
=
23200000
Niger, Eisenbahn und Dampfer ....
1040000
=
20800000
Schari, Eisenbahn und Dampfer ....
620000
=
12400000
Zusammen
3420000
=
3420000

Das Landareal und die Bevölkerungsmassen, welche diese Eisenbahnen unmittelbar zugänglich machen würden, sind nach den sorgfältigsten Berechnungen folgende:

Areal
Bevölkerung
engl.
Statute-Meil.  
Kongo.............................
1 090 000
43 000 000
Nil . . . ............................
660 000
23 760 000
Niger...............................
440 000
8 800 000
Schari . . .........................
180 000
5 400 000
Zusammen
2 370 000
80 960 000.

Die Gesammtküstenlänge Afrikas beträgt 15500 engl. Meilen; die Ufer der vier Flüsse würden, aneinandergereiht, einer Länge von 22 600 engl. Statute-Meilen gleichkommen. Das Gesammtareal, das kommerziellen Unternehmungen un mittelbar zugänglich wäre, mag beinahe einem um den ganzen Kontinent gezogenen Gürtel von 155 engl. Meilen Breite gleichkommen. Ein solcher Gürtel würde 34 Seelen per Quadratmeile erfordern, um einer Bevölkerung von 80960000 Seelen zu gleichen, wie sie jene vier Flussbecken besitzen.

Ferner ist der am wenigsten ausgebeutete Teil der afrikanischen Küstenlinie die 2900 engl. Meilen lange Strecke vom Gambia bis San Paolo de Loanda, deren jährlicher Handel die Summe von 32 Millionen Pfd. St. oder 640 Millionen Mark ergibt. Die Ufer der vier Flüsse müssten,wenn sie in derselben Weise entwickelt wären, einen 7 1/2 mal grösseren Handel oder 240 Millionen Pfd. St. = 4800 Millionen Mark liefern. Die Bruttosumme, welche erforderlich ist, um diesen enormen Handel zu schaffen, beträgt nur 3420000 Pfd. St. oder 68400000 Mark.

Angenommen, ein Kontinent, welcher reich an tropischen Produkten, mit 81 Millionen leistungsfähigen Bewohnern bevölkert wäre und eine Küstenlinie von 22600 engl. Meilen besäße, stiege plötzlich aus der Tiefe des Atlantischen Ozeans empor — man denke sich, wie die Mächte nach dem Besitz desselben greifen würden! Und hier werden vier Fluss becken mit einem fast garantierten jährlichen Handel von mehr als 3 Schilling per Acker der Zivilisation zum Preise von P/4 Penny oder 7 Pfennig per Acker angeboten, was sicherlich sehr viel wohlfeiler ist als das Terrain, welches gegenwärtig von einer Landgesellschaft in Ostafrika offeriert wird.

Natürlich erwarte ich kaum, dass irgendeine von diesen grossartigen und weitausschauenden Ideen je auf die Probe gestellt werden wird. Aber wenn ich von beständigen Klagen über die gedrückte Lage des Handels, von dem Stillstehen der Webstühle und dem Erkalten der Hochöfen höre, dann fühle ich mich zu fragen versucht, was aus der ganzen traditionellen Tatkraft geworden ist, welche Grossbritannien in der Handelswelt so berühmt gemacht hat. Man betrachte die Weisheit des heutigen Verfahrens in Bezug auf Ägypten. Der Gesammt-Export und Import Unterägyptens und des Sudan bezifferte sich im Jahre 1882 auf 16805000 Pfd. St. oder 336100000 Mark, und dennoch wird die britische Regierung, ehe sie aus dem gegenwärtigen Kampfe befriedigt hervorgehen kann, volle 16 Millionen Pfd. St. oder 320 Millionen Mark ausgegeben haben, also über 4 1/2 mal mehr als die Summe, welche erforderlich ist, um der Welt binnen wenigen Jahren einen Handel von 240 Millionen Pfd. St. oder 4800 Millionen Mark zu geben, wovon zweifellos drei Viertel auf den Handel Grossbritanniens entfallen würden.

Hoffen wir indess, dass das Nil becken vor dem Schicksal, welches über ihm schwebt, bewahrt werde. Hoffen wir zum wenigsten, dass, falls es für Grossbritannien verloren ist, irgendeine andere Nation ihr Mögliches tun werde, um dieses Becken der Zivilisation offen zu halten. Wenn Frankreich sein gegenwärtiges grosses Unternehmen, welches den obern Niger mit dem Senegal verbinden soll, weiter verfolgt, dann wird eins der drei anderen ausgedehnten Flussbecken vor der Verödung bewahrt bleiben; und wenn Frankreich bezüglich der Tarife klug und liberal ist, wird es reichlichen Ersatz in dem kommerziellen Verkehr finden, welchen es mit den 8800000 Bewohnern der Nigerufer hergestellt hat. Das vorliegende Werk enthält genaue Einzelheiten über die Produkte des grössten und am stärksten bevölkerten afrikanischen Flussbeckens.

Die so sorgfältig und beharrlich erworbene Kenntniss kommt denjenigen Europäern zugute, welche zu lesen verstehen und sich nicht nur für Afrika, sondern für das kommerzielle Gedeihen der Welt interessieren. Zwei beliebige reiche Leute in Groß britannien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Hol land, Spanien, Portugal oder Schweden und Norwegen mögen sich zusammentun und die Kongo-Eisenbahn bauen. Es sollte mich wundern, wenn nicht vor Ende des Jahres eine solche Bahn in Angriff genommen wäre. Im übrigen ist es für mich persönlich vollständig unwesentlich, ob ein Versuch zur Verwirklichung des Projekts gemacht wird oder nicht. Gleichzeitig habe ich die feste Hoffnung, dass Manchester, welches sich 1878 so apathisch zeigte und 1884 so eifrig und wacker die Handelsfreiheit des Kongo-Beckens verteidigte, sich mit Berlin, Paris und Brüssel zur Zeichnung der für den Bau der Bahn erforderlichen 600 000 Pfd. St. oder 12 Millionen Mark verbinden wird. Jedenfalls verdienen die Handelskammer von Manchester, ihr ausgezeichneter Präsident, Herr J. F. Huttou, und die dortigen Zeitungsredakteure den Dank eines jeden Lesers dieses Buches für die hartnäckige Verteidigung derjenigen Prinzipien, welche allein, wie der Verfasser ausführt und verficht, Afrika aus dem Sumpfe der Hoffnungslosigkeit und Nutzlosigkeit erretten kann, in dem es so lange geblieben ist.

Der Verfasser bittet ferner um Erlaubniss, der Beachtung des Lesers den Präsidenten der Internationalen Assoziation, Herrn Oberst Strauch, zu empfehlen, dessen Verwaltungstalent, umsichtiger Sorgfalt und weiser Fürsorge der Erfolg der Expedition zum grossen Teile zu verdanken ist, sowie auch Kapitän Thys vom belgischen Generalstabe, Ordonnanzoffizier des Königs, dessen Geduld stark auf die Probe gestellt wurde, besonders wenn der Führer der Expedition seine peremtorischen Ordres betreffs der Beschaffung von Verstärkungen übersandte.

Endlich muss der englische Leser sich vom Autor überzeugt halten, dass die Expedition der Munificenz des Herrn William Mackinnon von Balinakill, Ciachan, Argylleshire, von welchem uns zu verschiedenen Zeiten substantielle Hilfe und stets die edelste Sympathie mit dem freundlichsten Rat zuteil wurde, zu grossem Danke verpflichtet ist.

Es gibt ein Naturgesetz, welches bestimmt hat, dass der Mensch arbeiten muss. Das göttliche Gesetz besagt, dass der Mensch nur im Schweisse seines Angesichts sein Brot essen solle. Es gilt ferner unter den fortgeschrittenen Nationen als ziemlich allgemein anerkanntes Gesetz, dass jeder rechtschaffene Arbeiter seines Lohnes wert ist, dass aber nur die sichtlich Verdienstvollen besonderes Lob verdienen. Die ernste Praxis der Welt ist die, dass der Mensch sein Brot, wenn er nicht in seinem Berufe arbeitet, nicht umsonst er halten, noch Lohn empfangen soll. Es wird auch allgemein zugegeben, dass jemand, der sich durch guten Willen und Eifer auszeichnet, einerlei wie wenig leistungsfähig er sein mag, Rücksicht verdient, dass aber derjenige, der Fähigkeit mit Intelligenz, tüchtige Arbeit mit ehrlichem guten Willen verbindet, eine seinen Leistungen entsprechende Belohnung empfangen soll. Für Untätigkeit hat die Welt nur Verachtung, für natürliche Schwäche nur Mitleid, für Laster Verdammung, für Misserfolge Vergessenheit. Diesen allgemeinen Gesetzen und Prinzipien der Praxis entsprechend, sind diejenigen, welche meiner Ansicht nach die Anerkennung ihrer Tapferkeit, ihres moralischen Mutes, ihrer Stärke bei Entbehrungen, der grössten Intelligenz und Befähigung bei Erfüllung ihrer Pflichten am meisten verdient haben, in dem Kapitel über die Europäer von mir ehrenvoll erwähnt worden.

Es ist Sitte bei mir gewesen, meine Verleger wegen der Energie und Sorgfalt zu beglückwünschen, mit welcher sie ihre Bücher veröffentlichen. Dieses Werk macht keine Ausnahme von ihrer gewohnten glücklichen Kunst, sowohl das Publikum als auch den Verfasser zu befriedigen. Auch bin ich Herrn J. D. Cooper für die peinliche Sorgfalt bei Reproduzierung der vielen Photographien von Landschaften und Personen im Holzschnitte Dank schuldig; und ebenso Herrn John Bolton für die Art und Weise, wie er meine Karten hergestellt hat. Die grosse Karte ist das Resultat von nahezu 400 Breite- und Länge-Beobachtungen, welche während unserer successiven Reisen den Kongo auf- und abwärts gemacht sind. Die hauptsächlichen Stationen zwischen Vivi und den Stanley-Fällen sind endgültig nach mehreren Beobachtungen festgestellt worden, welche an jedem Orte während meiner sechsjährigen Mission aufgenommen sind.

Ich übergebe nunmehr mein Werk der Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass es eine glückliche Veränderung für Afrika herbeiführen und dem wahren zivilisierenden Ein flüsse, welcher in dem Fortschritt des Handels und in der Lebensfähigkeit der christlichen Mission zu sehen ist, einen grössern Antrieb geben möge.

LONDON, April 1885.

DER VERFASSER.

Quelle:Henry M. Stanley. Herrn F. A. Brockhaus.1885, von rado by jadu

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