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Die neueste Geschichte Ostasiens (5)

Chinas innere und äußere Lage (Die Revolution von 1911)

Das Land, in dessen Interesse diese sowie manche ähnliche Vereinbarungen scheinbar getroffen worden sind (Der Text bezieht sich auf den Austausch von Noten zwischen Japan und den Vereinigen Staaten 1907, in denen sich beide Mächte verpflichten, die Unabhängigkeit und Integrität des chinesischen Reiches zu respektieren. R.B.), ist inzwischen selbst in eine Periode der Umwandlung eingetreten. Was die eigenen Niederlagen und die Bedrohungen aller Art, denen es ausgesetzt gewesen, nicht vermocht hatten, es aus seinem tausendjährigen Schlafe zu erwecken, ist der Tatsache gelungen, daß ein asiatisches Volk in langem Ringen einen europäischen Gegner besiegt hatte. In dem Glauben, daß China ein gleiches möglich sein müsse, haben sich die weitesten Kreise der Bevölkerung zusammengefunden, und auch die Regierung ist gezwungen gewesen, dem Druck der öffentlichen Meinung, die in der Aneignung fremden Wissens und Könnens das Mittel gefunden zu haben glaubte, sich der Fremden zu entledigen und den Wahlspruch "China für die Chinesen" auch praktisch durchzuführen. Überall im Lande entstanden Lehranstalten jeden Grades, überall bildeten sich Jugendwehren und Freiwilligen-Kompanien; die Armee wurde in aller Eile reorganisiert und auf den Stand von 120 000 mehr oder weniger nach westlichem System ausgebildeter Leute gebracht. Gleichzeitig machte sich in den Provinzen eine gewisse zentrifugale Tendenz geltend, die darin gipfelte, daß die Notablen derselben (die "gentry", englisch, die Literaten) das maßgebende Wort in Eisenbahn- und Bergwerksfragen innerhalb des heimischen Gebietes beanspruchten. Theoretisch gab die Regierung in einer Anzahl von Fällen nach, praktisch behielt sie doch die Entscheidung in den Händen, denn die Notabeln konnten weder das Geld für "votierte" Unternehmungen noch Techniker für deren Ausführung beschaffen. Gleichzeitig benutzte die Regierung diese Stimmung aber, um auch ihrerseits zu versuchen, die fremden Regierungen und Konzessionäre zum Aufgeben früher erhaltener Zugeständnisse zu drängen. Verschärft und verschlimmert wurde die Lage aber ganz besonders dadurch, daß eine größere Anzahl jüngerer Leute, besonders in Japan mehr oder weniger ausgebildete sogenannte Studenten, in den Angelegenheiten ihrer Provinzen eine oft führende und maßgebende Rolle zu gewinnen wußten, diesen Einfluß in demagogischer Weise zur Geltung brachten und durch eine zügellose Presse denselben auch auf die Staatsangelegenheiten auszudehnen suchten. Wie gegen die Fremden, wendete sich ihre Wühlarbeit vielfach auch gegen die Regierung und die Mandschuren, was insofern die allgemeine politische Lage nicht verschlechterte, als die beiden letzteren Faktoren sich dadurch den Vertragsmächten näherte. Trotz dieser freilich oft überstürzten und in ihren Mitteln und Wegen fehlgreifenden Entwicklung sind es doch die innere Beziehungen Chinas, die heute wohl noch für längere Zeit einen maßgebenden Einfluß auf die Gegenwart und Zukunft des Reiches ausüben. Es kommt dabei in erster Linie die Stellung in Frage, die sich Japan und Rußland nach dem Frieden in Portsmouth gesichert haben. Wenn Rußland sich darauf beschränkt, die Stellung, die es in der Zeit vor dem Kriege und während desselben in Kharbin, zum Teil wohl unrechtmäßigerweise, wenn auch durch die Verhältnisse gedrängt, eingenommen hatte, zu erhalten und auszubauen, geht Japan darauf aus, in der Mandschurei immer festeren Fuß zu fassen und sich den südlichen Teil derselben auf dem Wege der "friedlichen Durchdringung" zu eigen zu machen durch Einwanderung zahlreicher, wohl häufig recht minderwertiger Elemente, durch Anlage eigener Niederlassungen, in denen es die Gerichtsbarkeit ausschließlich ausübt, durch Ausdehnung des Eisenbahnnetzes, für das es die Verwaltung besitzt, auf eine Anzahl von den Russen oder ihm selbst während des Krieges angelegter Feldbahnen, durch Verhinderung des Baues angeblich konkurrierender chinesischer Bahnen und andere Maßnahmen mehr, zu denen wohl als nicht die geringste die Begünstigung der Einfuhr japanischer Waren gehört.

Beiden Staaten kommen dabei die verschiedenen mit China abgeschlossenen, von letzterem zum Teil recht wenig geschickt abgefaßten Verträge zugute; so besonders der chinesisch-japanische Vertrag von 22. Dezember 1905, mit den ihren angeschlossenen geheimen Protokollen. Wohl in richtiger Erkenntnis dieser Zustände, die einerseits für den fremden Handel eine Ausschaltung des Prinzips der "offenen Tür" und andererseits eine große politische Gefahr durch Herbeiführung eines japanisch-chinesischen Konflikts bedeuten können, hat die amerikanische Regierung Anfang 1910 versucht, die Zustimmung aller Mächte zur Neutralisierung, vielleicht richtiger zur Internationalisierung der mandschurischen Bahnen, d.h. zum Übergange des Besitzes und der Verwaltung derselben in die Hände eines internationalen, unter dem Schutz und der Aufsicht der beteiligten Mächte stehenden Syndikats herbeizuführen. Dieser Vorschlag hat weder die Zustimmung Rußlands noch Japans gefunden; letzteres hat ihn mit der Erklärung, daß es in der Mandschurei genau an dem Prinzip der offenen Tür festhalte, zurückgewiesen. Weitere amerikanische Versuche nach dieser Richtung haben am 4. Juli 1910 zu einem Abkommen zwischen Rußland und Japan geführt, durch welches sich diese Mächte gegenseitig die von ihnen in der Mandschurei besessenen und beanspruchten Rechte garantieren. Wenn es die Gefahr eines Zusammenstoßes zwischen Rußland und Japan für den Augenblick beseitigt, so sind die Interessen Chinas und die der anderen Mächte in der Mandschurei dadurch nicht besser gesichert worden. China scheint in der Unterstützung chinesischer Einwanderung nach der Mandschurei ein Mittel gegen die drohende japanische Gefahr gefunden zu haben.

Schon 1901, noch während ihres Aufenthaltes in Singanfu, hatte die Kaiserinregentin in einem Edikt die Notwendigkeit von Reformen in Erziehungs- und Prüfungs-, militärischen und finanziellen Fragen zugestanden, woraus sich allmählich der Gedanke an die Einführung einer Verfassung entwickelte. Zur Prüfung der verschiedenen konstitutionellen Systeme wurde eine Spezialmission 1905 ins Ausland gesendet, die im nächsten Jahre zurückkehrte und einen eingehenden Bericht erstattete. Daraufhin erging am 1. September 1906 ein kaiserliches Edikt, das Änderungen in dem bestehenden Verwaltungssystem zusagte, damit sich das Volk an den Gedanken einer Verfassung gewöhnen könne. In rascher Folge erschienen dann 1906 und 1907 weitere Edikte, durch die die Zentralverwaltung in der Hauptstadt reformiert, eine Kommission für die Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfes eingesetzt, eine Nationalversammlung in Peking und Provinzialversammlungen in den Provinzhauptstädten geschaffen und einberufen und schließlich durch ein Edikt vom 27. August 1908 der Erlaß einer Verfassung nach neun Jahren zugesagt und der Entwurf einer solchen, der von der Kommission ausgearbeitet worden war, der Nationalversammlung mitgeteilt wurden. Der erste Paragraph derselben bestimmte, daß die Ta tsching (mandschurische Dynastie) für alle Zeiten herrschen sollte.

Hsuan Tung, letzter Kaiser von China

Kaiserin Tsze hsi von China

Der unerwartet und fast gleichzeitig erfolgte Tod des Kaisers Tsai tien (Kwang hsü) und der Kaiserinregentin Tsze hsi am 13. November 1908 sowie die Verkündigung Puh jis (Hsuan Tung), geboren am 17. Februar 1906, als deren Nachfolger und seines Vaters Tsai feng, Prinzen von Tschun, als Reichsverweser und Prinzregenten hatten trotz mancher gegenteiligen Befürchtungen keine Unruhen hervorgerufen, und die schon von der Kaiserinregentin als notwendige anerkannten Reformen im Inneren und nach außen schienen auch von der neuen Regierung in dem bisherigen Sinne ein- und ausgeführt werden zu sollen. Aber die plötzliche, ganz unerwartete Entlassung Juan Schi kais aus allen seinen Ämtern am 2. Januar 1909, wodurch die Regierung ihres fähigsten und energischsten und zugleich liberalsten Mitglieds beraubt wurde, gab zu ernsten Befürchtungen Anlaß. Sie wurde auf eine angeblich eigenhändige testamentarische Verfügung des Kaisers Kwang hsü zurückgeführt, der, um sich für das Elend der letzten zehn Jahre zu rächen, wenn die Zeit gekommen, die Hinrichtung Juans ohne weiteren Prozeß befohlen hätte. Juan soll sein Leben dem Einspruch des Prinzen Tsching und Tschang Tschi tungs zu verdanken gehabt haben.

Die weitere Entwicklung der schwebenden Fragen zeigte bald, daß es der neuen Regierung an Verständnis für die Lage wie an Energie fehlte. Ihre ersten Kundgebungen erklärten, daß es bei der neunjährigen Frist bis zur Einführung der Verfassung zu bleiben habe, und alle auf eine frühere Erfüllung des Versprechens drängenden Vorstellungen der Provinzialversammlungen wurden schroff zurückgewiesen. Aber als die am 3. Oktober 1910 eröffnete Nationalversammlung, die aus 100 von der Regierung ernannten Prinzen und hohen Würdenträgern, meistens Mandschus, und 100 von den Provinzialversammlungen gewählten Mitgliedern bestand, dieselbe Forderung am 22. Oktober einstimmig stellte, gab die Regierung nach einigem Widerstande nach und erklärte am 4. November 1910, daß der Erlaß einer Verfassung und die Einberufungen eines Parlaments im Jahre 1913 erfolgen solle. Damit nicht zufrieden, verlangte die Versammlung, daß dies sofort geschehen müsse. Sie griff gleichzeitig, vielleicht als Mittel zum Zweck, den Großen Rat an, an der an der Spitze der Verwaltung stand, und verlangte die Einführung verantwortlicher Minister. Wieder sträubte sich die Regierung gegen diese Forderung, aber nur, um schließlich doch nachzugeben. Als die erste Session der Nationalversammlung am 11. Januar 1911 vertagt wurde, hatte die Versammlung das erste Budget beraten und genehmigt, verschiedene Gouverneure und Generalgouverneure beim Thron denunziert und das Versprechen einer baldigen Einberufung des Parlaments und der Bildung eines verantwortlichen Ministeriums erhalten. Die darauf hinwirkenden Beschlüsse der Versammlung wurden trotz der großen Anzahl der von der Regierung ernannten Mitglieder meistens einstimmig gefaßt.

Aber auch die Nachgiebigkeit der Regierung stellte die Ruhe im Lande nicht wieder her. Politische Agitationen der Mitglieder der Provinzialversammlungen, politische Attentate und meist freilich schnell und oft grausam unterdrückte Unruhen in den Provinzen hielten die Bevölkerung und die Regierung in Spannung, die sich in einem fortwährenden Wechsel der Beamten in den höchsten Verwaltungsposten verriet. Im Herbst brach in der Hauptstadt von Sz'tschwan, Tschengtu, eine Bewegung aus, die einen ernsteren Charakter annahm. Sie war in erster Linie durch eine Verwaltungsmaßregel, eine Verordnung des Ministers der Wege und Eisenbahnen vom Juli 1911, hervorgerufen, welche die den lokalen Gesellschaften erteilten Eisenbahnkonzessionen aufhob und das ganze Eisenbahnsystem verstaatlichte. Die dadurch Betroffenen schlossen sich zusammen und erhoben die Fahne des Aufruhrs. Der Generalgouverneur stellte in Tschengtu die Ordnung wieder her, aber die Bewegung dehnte sich über die Provinz aus und fand viele Unterstützung, besonders auch durch die Mitglieder der geheimen Gesellschaften, die immer bereit sind, von solchen Ereignissen Nutzen zu ziehen, so daß die Regierung schließlich nur noch an den von ihren Truppen besetzten Punkten Herrin der Lage war. Als sich endlich am 26. Oktober 1911 die Regierung entschloß, den angeblich schuldigen Minister Scheng kung pao zu opfern, den Generalgouverneur von Sz'schwan zu desavouieren und einen früheren, allgemein beliebten Generalgouverneur der Provinz mit der Regelung der Angelegenheiten in derselben zu betrauen, war es zu spät.

Eine politische, gegen die mandschurische Dynastie als solche gerichtete Revolution war am 11. Oktober in Wuschang ausgebrochen und hatte dort und an anderen Plätzen ihre ersten Erfolge verzeichnet. Bereits am 13. wurde die revolutionäre Regierung in Wuschang ausgerufen und General Li Juang hang zum Präsidenten gewählt. Die Regierung in Peking verlor den Kopf. Der so schimpflich vertriebene Juan Schi kai wurde durch kaiserliches Edikt vom 14. Oktober zum Generalgouverneur der Provinz Hupeh und Hunan und zum Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee ernannt mit dem Recht, nach eigenem Ermessen Begnadigungen zu erteilen. Er beeilte sich aber nicht, dem kaiserlichen Rufe Folge zu leisten, und tat dies erst, als ihn ein anderes kaiserliches Edikt vom 27. Oktober zum militärischen Diktator ernannt und ihm die Vollmacht zu Verhandlungen mit den Revolutionären erteilt hatte. Inzwischen waren von Peking Truppen nach Hankau geschickt und der Oberbefehl über dieselben dem Kriegsminister General Jin Tschang gegeben worden. Nach längeren Gefechten wurde die chinesische Stadt von Hankau, welche die Revolutionäre ebenso wie das auf dem anderen Ufer des Han liegende Hanjang genommmen hatten, am 29. Oktober und Hanjang am 27. November zurückerobert, und Li Juan hang versuchte mit den Kaiserlichen Verhandlungen anzuknüpfen. Aber Juan befahl die Einstellung der Operationen und die Rückkehr der Truppen nach Norden, wo sich inzwischen in Peking allerhand ereignet hatte, das geeignet war, die neue Regierung zu erschüttern. Am 22. Oktober war dort eine neue Session der Nationalversammlung eröffnet worden, in der zuerst die Bestrafung Scheng kung paos verlangt und zugestanden, dann aber drei weitere Forderungen aufgestellt wurden. Diese besagten, daß erstens eine Verfassung nur nach Verständigung mit der Versammlung erteilt werden dürfe, daß zweitens alle Mitglieder der kaiserlichen Familie vom Kabinett ausgeschlossen und eine fähige und zuverlässige Person mit der Bildung des Kabinetts beauftragt werden solle, und daß drittens sofort eine allgemeine Amnestie für politische Verbrecher erlassen würde, in die auch die 1898 Verbannten eingeschlossen sein müßten. Ein Aufstand von nach Hankau entsandten Truppen in der Nähe der Hauptstadt, die sich den Forderungen der Versammlung anschlossen, sicherte deren Sieg, und am 30. Oktober erschien ein kaiserliches Edikt, in dem die Regierung demütig alle Forderungen zugestand. Die Nationalversammlung nahm sofort die Frage der Verfassung in die Hand und arbeitete die Grundlagen derselben aus; sie wurden am 2. November von der Versammlung angenommen und erhielten am Tage darauf die Zustimmung der Kaisers. Ihr erster Satz enthielt wieder die Bestimmung, daß die mandschurische Dynastie für immer regieren solle. Am 8. November wurde Juan Schi kai zum Premierminister erwählt, am 13. kehrte er nach Peking zurück. Am 26. leistete der Regent den Eid auf die Verfassung, und am 6. Dezember erbat und erhielt er die Entlassung aus seiner Stellung.

Juan Schi kai,

in seiner
koreanischen Zeit


W
ährend dies in Peking vor sich ging, war die Revolution im ganzen Reiche südlich vom Jangtse und zum Teil auch nördlich davon siegreich gewesen, und auch Nanking, wo allein heftige Kämpfe stattgefunden hatten, war in die Hände der Revolutionäre gefallen. Als politischer Führer derselben konnte Dr. Wu Ting sang gelten, bis er am 29. Dezember durch Dr. Sun Jat sen ersetzt wurde, den eine in Nanking zusammengetretene Delegation von 14 Provinzen zum ersten Präsidenten der Republik China gewählt hatte. So bestand tatsächlich eine Trennung zwischen Süd und Nord, Nanking und Peking, Sun Jat sen und Juan Schi kai. Letzter, dem vor allen Dingen daran gelegen zu haben scheint, weiteres Blutvergießen zu vermeiden, veranlaßte den Abschluß eines kurzen Waffenstillstandes in Wutschang am 2. Dezember. Er wurde verlängert bis zum 18. Dezember, an welchem Tage eine Konferenz zwischen Vertretern der beiden Teile in Schanghai zusammentrat, dann bis zum 31. Dezember und schließlich bis zu einer Verständigung zwischen den beiden Parteien, die schließlich unter der Voraussetzung der Abdankung des Kaisers zustande kam. Am 11. Februar 1912 erfolgte diese auf der Grundlage, daß der Kaiser jede politische Gewalt niederlegte, aber sein religiöse Prärogativen mit der Residenz in Peking, einer eigenen Leibwache und einer hohen Zivilliste behalte. Juan Schi kai erhielt zugleich Vollmacht zur Bildung einer provisorischen Regierung und zur Verständigung mit Sun Jat sen. Die darauf bezüglichen Verhandlungen haben Ende März 1912 zur Anerkennung Juan Schi kais als Präsidenten der Republik mit der Hauptstadt Peking und der Zustimmung zu dem von ihm gewählten Ministerium geführt, während Sun Jat sen seine Stellung niedergelegt hat.

Damit hat der erste Akt der revolutionären Bewegung seinen Abschluß gefunden. Die fremden Mächte sind bei den Ereignissen nur insoweit beteiligt gewesen, als sie wiederholt in Schanghai und Peking zur Mäßigung und Verständigung geraten haben und bestrebt gewesen sind, China die Beschaffung von Geld zu ermöglichen. Trotzdem bleibt der chinesischen Regierung noch sehr viel zu tun übrig, Ruhe und Ordnung und die ganz zerrütteten Finanzen wiederherzustellen, eine neue, zuverlässige Armee zu schaffen und vor allen Dingen, die in ihren Anschauungen und Wünschen weit auseinandergehenden Parteien und Persönlichkeiten zu versöhnen und zu gemeinsamem Arbeiten zu veranlassen. Jedenfalls kann man heute schon annehmen, daß die Unverlässigkeit der chinesischen Armee die Lage Chinas den Gelüsten seiner Nachbarn gegenüber sehr geschwächt und geschädigt gehabt hat.