HOME

Die mythische Zeit

Sitemap


N
ach Ansicht der Chinesen hat sich die Welt aus dem eiförmigen Chaos entwickelt, aus dem zuerst die lebendige Kraft, der große Odem, das Leben (Tai Tschi) hervorgeht, durch dessen Einfluß der vorhandene Kern anschwillt und sich in das männliche und das weibliche Prinzip (Jin und Jang) teilt. Rein, licht und leicht steigt das Männliche empor und bildet den Himmel; das unreine, dunkle und schwere Weibliche sinkt nieder und bildet die Erde; beide sind heute noch, zerstörend und erneuernd, fortwährend tätig. Aus ihnen entsteht Panku, der oft mit Hammer und Meißel dargestellt wird, als die Erde bildend; doch wird auch erzählt, daß nach seinem Tod aus seinen Körperteilen und Emanationen die Welt und aus dem auf ihm lebenden Ungeziefer die Menschen entstanden seien. Es ist der Stammvater des ersten Herrschergeschlechts, der himmlischen Kaiser, auf die irdische und menschliche folgen und zahlreiche andere, die durch ihr Beispiel bildend auf die Menschen einwirken.

Im achten Zeitalter erzeugt Sui jen, der chinesische Prometheus, Feuer durch Reibung zweier Hölzer; auch soll er eine Art Knotenschrift erfunden haben, während Jütschao die Menschen Wohnstätten zu bauen lehrte, als sie von der reinen Pflanzenkost zur Fleischnahrung übergegangen waren und sich so die bis dahin friedlichen Tiere zu Feinden gemacht hatten. Im neunten wird Fuh(s)i geboren (angeblich 2852-2738 v. Chr.) mit dem Körper einer Schlange und einem Ochsen- oder Menschenkopfe mit zwei hörnerartigen Auswüchsen: er lehrt die Menschen fischen sowie die sechs Haustiere (Schaf, Huhn, Rind, Pferd, Hund, Schwein) züchten und zum Lebensunterhalte verwenden; ihm bringt das Drachenpferd auf seinem Rücken die Schrift des Lo-Flusses, die zur Erfindung der acht Diagramme (Pakwa) führt. Fuhi soll in Gemeinschaft mit Tsangki, den andere freilich 600 Jahre später setzen, die erste Buchstabenschrift erfunden haben; ihm wird auch die Einführung von Familiennamen und musikalischen Instrumenten zugeschrieben.

Sein Nachfolger Schen nung (Jen Ti; angeblich 2737-05), der göttliche Ackerbauer, mit Menschenleib und Ochsenkopf, erfindet den Pflug,

dessen Gebrauch er nebst der Kenntnis der fünf Getreidearten
beibringt, entdeckt die medizinischen Eigenschaften der Pflanzen
Zeitalter vererbt sich die Herrschergewalt in der Familie. — Die
v. Chr.), wird von einigen chinesischen Schriftstellern 2 264 777
(Weizen, Bohnen, Gerste, Hirse, Hanf) dem Volke
und führt Märkte und Tauschhandel ein. Seit diesem
Dauer der mythischen Zeit, d.h. bis Huang Ti (2704
Jahre, von anderen eine Million Jahre mehr gerechnet.